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  "slug": "soll-ich-mein-kleinkind-gegen-fsme-impfen-lassen",
  "frage": "Soll ich mein Kleinkind gegen FSME impfen lassen?",
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  "cluster": "impfen",
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  "phase": "kleinkind",
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  "kurzantwort": "Das hängt davon ab, wo ihr wohnt und wohin ihr fahrt: Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis für Menschen, die in einem ausgewiesenen Risikogebiet gegenüber Zecken exponiert sind, in Deutschland wie im Ausland, und die Kinderimpfstoffe sind ab einem Jahr zugelassen. Bei Kindern verlaufen die Erkrankungen im Allgemeinen leichter als bei Erwachsenen, schwere Verläufe kommen aber auch bei ihnen vor, und im Einzelfall lässt sich der Verlauf nicht vorhersagen.",
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      "text": "Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis als Indikationsimpfung für Personen, die in ausgewiesenen Risikogebieten gegenüber Zecken exponiert sind. Sie ist keine Standardimpfung des Impfkalenders."
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      "text": "Ein Kreis wird vom Robert Koch-Institut als Risikogebiet ausgewiesen, wenn die Zahl der übermittelten Erkrankungen in mindestens einem Fünfjahreszeitraum im Kreis oder in der Kreisregion signifikant höher liegt, als bei einer Erkrankung pro 100.000 Einwohner zu erwarten wäre."
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      "text": "Nach dem Stand von Januar 2026 sind 185 Kreise als Risikogebiete ausgewiesen."
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      "text": "Die Risikogebiete liegen vor allem in Baden-Württemberg, in Bayern, im südlichen Hessen, im südöstlichen Thüringen, in Sachsen, im südöstlichen Brandenburg und im östlichen Sachsen-Anhalt. Einzelne Risikogebiete befinden sich zudem in Mittelhessen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz, in Niedersachsen und in Nordrhein-Westfalen."
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      "text": "Für 2026 sind zwei Kreise neu als Risikogebiete hinzugekommen: der Landkreis Nordsachsen in Sachsen und der Stadtkreis Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt."
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      "text": "Ein Impfschutz sollte möglichst zu Beginn der Zeckensaison aufgebaut sein. Etwa 95 Prozent der Erkrankungen werden in Deutschland in den Monaten Mai bis November gemeldet."
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      "text": "Bei Kindern ist die Gefahr nach Angaben des Robert Koch-Instituts besonders groß, von einer Zecke gestochen zu werden, weil sie sich viel im Freien aufhalten. Da die Impfung den einzigen wirksamen Schutz vor einer Erkrankung darstellt und es im Krankheitsfall keine spezifische Behandlung gibt, sollten Nutzen und Risiken sorgfältig abgewogen werden; die Impfindikation soll sich bei Kindern ähnlich wie bei Erwachsenen nach dem Expositionsrisiko richten."
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      "text": "Bei Kindern verlaufen die Erkrankungen im Allgemeinen leichter als bei Erwachsenen. In einer 2004 veröffentlichten Auswertung prospektiv erhobener Daten von 1.001 Erkrankten aus Baden-Württemberg wurde der Krankheitsverlauf bei Kindern in etwa 25 von 100 Fällen als schwerwiegend eingestuft, bei Erwachsenen dagegen in 50 von 100 Fällen. Über neurologische Folgeschäden wurde bei Kindern deutlich seltener berichtet, in etwa 2 von 100 Fällen gegenüber 30 bis 40 von 100 bei Erwachsenen."
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      "text": "Die Mehrzahl der 2025 übermittelten Erkrankten, 98 von 100, war gar nicht oder unzureichend geimpft: Die Grundimmunisierung war unvollständig oder Auffrischimpfungen fehlten. Das Robert Koch-Institut schließt daraus, dass ein hoher Anteil der auftretenden Erkrankungen wahrscheinlich durch eine Steigerung der Impfquoten verhindert werden könnte, insbesondere in Risikogebieten mit hoher Erkrankungshäufigkeit."
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      "text": "Die zugelassenen Impfstoffe sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts gegen die drei relevanten Virussubtypen wirksam, den europäischen, den fernöstlichen und den sibirischen Subtyp."
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      "text": "Im Jahr 2025 wurden in ganz Deutschland 693 Erkrankungen an Frühsommer-Meningoenzephalitis übermittelt. Das ist die dritthöchste Zahl seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2001 und entspricht etwa dem Wert des Vorjahres mit 695 Erkrankungen."
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      "text": "Bei 57 von 100 der 2025 übermittelten Fälle wurde ein klinisches Bild mit neurologischen Manifestationen angegeben. Eine 2023 erschienene Studie zeigte nach Angaben des Robert Koch-Instituts, dass dieser Anteil in den Routinemeldedaten unterschätzt wird: etwa 50 von 100 in den Meldedaten gegenüber 84 von 100 bei einer aktiven Nacherfassung."
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      "text": "Fieber über 38 Grad Celsius kann nach der Impfung bei etwa 15 von 100 der ein- bis zweijährigen Kinder und bei 5 von 100 der drei- bis elfjährigen Kinder auftreten, besonders nach der ersten Impfung."
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      "text": "Nach Auffassung der Ständigen Impfkommission gilt auch für die Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis der Grundsatz „jede Impfung zählt“: Eine einmal begonnene Grundimmunisierung kann zu jeder Zeit fortgesetzt werden, und es muss keine erneute Grundimmunisierung erfolgen. Eine unterbrochene Grundimmunisierung soll mit den fehlenden Impfstoffdosen abgeschlossen werden."
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      "text": "Bei 485 von 535 Erkrankten des Jahres 2025, für die ein vermuteter Infektionsort in Deutschland angegeben wurde, lag dieser Ort im eigenen Wohnkreis."
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      "text": "Die Inkubationszeit beträgt durchschnittlich 7 bis 14 Tage, in Einzelfällen bis zu 28 Tage. Der typische Verlauf ist zweiphasig: Er beginnt mit unspezifischen, grippeähnlichen Beschwerden, und nach einem symptomfreien Intervall von etwa einer Woche folgen die neurologischen Erscheinungen einer Hirnhaut-, Gehirn- oder Rückenmarksentzündung."
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      "text": "Als Warnzeichen bei Fieber nennt die S3-Leitlinie Fiebermanagement insbesondere Bewusstseinsstörungen, Berührungsempfindlichkeit, starke Schmerzen, schrilles Schreien, Hauteinblutungen (ein nicht wegdrückbarer Hautausschlag), Austrocknung, sehr schnelles Atmen, eine Rekapillarisierungszeit über drei Sekunden, sehr blasse, graue oder blaue Haut, ein schwer krank wirkendes Kind sowie eine Fieberdauer von mehr als drei Tagen."
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      "text": "Während des Anfalls soll möglichst rasch über den Notruf ärztliche Hilfe verständigt werden; im Zweifelsfall gilt immer 112."
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      "name": "Schutzimpfung gegen FSME: Häufig gestellte Fragen und Antworten zur Impfempfehlung",
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      "name": "DGKJ-Elterninformation: Mein Kind hatte einen Fieberkrampf",
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  "nutzungsbedingungen": "https://eltern-wiki.de/api-doku",
  "hinweis": "Kein Ersatz für ärztliche Beratung. Im Notfall 112, ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117."
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