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  "id": "ant-0010",
  "slug": "braucht-mein-baby-bei-hohem-fieber-antibiotika",
  "frage": "Braucht mein Baby bei hohem Fieber Antibiotika?",
  "typ": "mythos",
  "cluster": "fieber",
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  "sprache": "de",
  "evidenz": "moderat",
  "kurzantwort": "Nein, die Höhe des Fiebers entscheidet nicht über ein Antibiotikum, denn die meisten fieberhaften Infekte bei Kindern werden nicht von Bakterien verursacht. Ein Antibiotikum hilft nur, wenn eine bakterielle Ursache gefunden oder begründet vermutet wird; die einzige Altersgruppe, in der Fieber selbst sofort zur Abklärung führt, sind Säuglinge unter drei Monaten.",
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  "geprueft_am": "2026-09-09",
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  "naechste_pruefung": "2027-09-09",
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      "datum": "2026-09-05",
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      "datum": "2026-09-08",
      "grund": "Konsistenzlauf nach der Ausweitung auf 0 bis 3 Jahre: rotes Ampelzeichen der S3-Leitlinie (unter drei Monaten und unter 36,5 Grad Celsius) als eigener Block und in der Liste ergänzt, das „oft“ der Unter-3-Monats-Regel wortgetreu nachgetragen, Querverweis auf ant-0041",
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    {
      "version": 3,
      "datum": "2026-09-09",
      "grund": "Redaktionell gelesen und freigegeben.",
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  "pruefung_faellig": null,
  "aussagen": [
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        "dgkj-fiebermanagement-2025"
      ],
      "text": "Bei Kindern und Jugendlichen mit Fieber sollen Antibiotika restriktiv, rational und leitlinienkonform verordnet werden. Fieber an sich ist keine Indikation für ein Antibiotikum, und die meisten Infektionskrankheiten bei Kindern werden nicht durch Bakterien verursacht."
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        "kenealy-antibiotika-erkaeltung-2025"
      ],
      "text": "In einer Cochrane-Übersicht trugen sechs Studien mit bis zu 1.147 Teilnehmenden zur Frage bei, ob Antibiotika bei einer Erkältung helfen. Für ausbleibende Heilung oder anhaltende Beschwerden lag das relative Risiko bei 0,83 mit einem Vertrauensbereich von 0,60 bis 1,14; das ist kein nachweisbarer Unterschied zum Scheinmedikament. Die Literatursuche der Übersicht stammt aus dem Februar 2013, und die Autoren stufen das Verzerrungsrisiko der eingeschlossenen Studien als moderat ein."
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        "kenealy-antibiotika-erkaeltung-2025"
      ],
      "text": "Auch bei eitrigem Schnupfen fand dieselbe Übersicht keinen Nutzen: Das relative Risiko für anhaltende Beschwerden lag bei 0,73 mit einem Vertrauensbereich von 0,47 bis 1,13, gestützt auf vier Studien mit 723 Teilnehmenden."
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      "evidenz": "moderat",
      "quellen": [
        "kenealy-antibiotika-erkaeltung-2025"
      ],
      "text": "Unerwünschte Wirkungen traten unter Antibiotika insgesamt häufiger auf (relatives Risiko 1,8; 1,01 bis 3,21). Dieser Nachteil betraf jedoch die Erwachsenen (relatives Risiko 2,62; 1,32 bis 5,18); bei Kindern war das Risiko nicht erhöht (relatives Risiko 0,91; 0,51 bis 1,63). Bei der Behandlung des eitrigen Schnupfens nahmen die unerwünschten Wirkungen in allen Altersgruppen zu (relatives Risiko 1,46; 1,10 bis 1,94)."
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        "nice-ng143-fever-2021"
      ],
      "text": "Bei Kindern über sechs Monaten soll die Höhe der Körpertemperatur nicht allein benutzt werden, um eine schwere Erkrankung zu erkennen. Kindern mit Fieber ohne erkennbaren Infektionsherd sollen keine oralen Antibiotika verschrieben werden."
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    {
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        "dgkj-fiebermanagement-2025"
      ],
      "text": "Ob ein Kind auf ein Fiebermittel anspricht, korreliert nicht mit der Schwere oder der Ursache einer Infektion. Der Verlauf der Temperatur unter Paracetamol oder Ibuprofen eignet sich deshalb nicht, um zwischen viral und bakteriell zu unterscheiden."
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        "dgkj-fiebermanagement-2025",
        "dgkj-elternleitlinie-fieber-2025"
      ],
      "text": "Antibiotika sind unverzichtbar für Fieber bei schweren bakteriellen Infektionen und sind ein Grund für die Senkung der Kindersterblichkeit in den letzten hundert Jahren."
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    {
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        "dgkj-fiebermanagement-2025"
      ],
      "text": "Antibiotika sind zugleich für einen Teil der behandlungsbedürftigen unerwünschten Arzneimittelwirkungen bei Kindern verantwortlich; beschrieben sind unter anderem ein erhöhtes Risiko für allergische Symptome, Nahrungsmittelallergien, atopische Dermatitis und Asthma. Zudem ist eine Verringerung der Vielfalt des Darmmikrobioms durch Antibiotikagabe bei Kindern zu berücksichtigen."
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        "dgkj-fiebermanagement-2025"
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      "text": "Kinder unter drei Monaten mit einer rektalen Temperatur (im Po gemessen) ab 38,0 Grad Celsius sollen ärztlich sorgfältig auf eine schwere bakterielle Infektion untersucht werden. Fieber kann in dieser Altersgruppe oft fehlen, obwohl eine schwere bakterielle Infektion besteht; entscheidend ist immer der klinische Befund."
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    {
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        "dgkj-fiebermanagement-2025"
      ],
      "text": "Im Ampelsystem derselben Leitlinie steht ein Kind unter drei Monaten im roten Bereich mit hohem Risiko, wenn die Körperkerntemperatur bei 38 Grad Celsius oder darüber liegt oder unter 36,5 Grad Celsius. Bei Rot ist eine ärztliche Begutachtung dringend geboten."
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        "nice-ng143-fever-2021"
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      "text": "Für die Behandlung durch pädiatrische Fachleute gilt in der NICE-Leitlinie eine eigene Regel: Säuglinge unter einem Monat mit Fieber sollen Antibiotika über die Spritze oder Infusion bekommen, ebenso alle Säuglinge von einem bis drei Monaten, die krank wirken. Diese Empfehlung stammt aus dem Jahr 2007, zuletzt angepasst 2013, und richtet sich an die Klinik, nicht an Eltern."
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        "dgkj-fiebermanagement-2025"
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      "text": "Wenn ein Antibiotikum bei einem ansonsten gesunden Kind nicht innerhalb von 48 bis 72 Stunden zum endgültigen Abklingen des Fiebers geführt hat, ist es wahrscheinlich nicht wirksam."
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        "dgkj-fiebermanagement-2025"
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      "text": "Als Warnzeichen bei Fieber nennt die S3-Leitlinie Fiebermanagement insbesondere Bewusstseinsstörungen, Berührungsempfindlichkeit, starke Schmerzen, schrilles Schreien, Hauteinblutungen (ein nicht wegdrückbarer Hautausschlag), Austrocknung, sehr schnelles Atmen, eine Rekapillarisierungszeit über drei Sekunden, sehr blasse, graue oder blaue Haut, ein schwer krank wirkendes Kind sowie eine Fieberdauer von mehr als drei Tagen."
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        "dgkj-elternleitlinie-fieber-2025"
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      "text": "Der Warnzeichenkasten der Elternleitlinie führt dieselben Zeichen in Elternsprache auf, ohne die Rekapillarisierungszeit, und benennt zusätzlich die Austrocknung mit mehr als zwölf Stunden ohne Urinausscheidung, Kinder unter drei Monaten mit 38,0 Grad Celsius im Po gemessen sowie die eigene Sorge und Unsicherheit als Grund, ärztlichen Rat einzuholen. Für den Notfall verweist die Elternleitlinie auf den Rettungsdienst unter 112 oder die nächste Kinderklinik."
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  "quellen": [
    {
      "id": "dgkj-fiebermanagement-2025",
      "name": "S3-Leitlinie Fiebermanagement bei Kindern und Jugendlichen (AWMF 027-074), Langfassung",
      "herausgeber": "DGKJ / AWMF",
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      "typ": "leitlinie",
      "url": "https://register.awmf.org/assets/guidelines/027-074l_S3_Fiebermanagement-Kinder-Jugendliche_2025-07.pdf",
      "doi": null,
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      "id": "kenealy-antibiotika-erkaeltung-2025",
      "name": "Antibiotics for the common cold and acute purulent rhinitis (Cochrane Review, Version pub4, Suchstand Februar 2013)",
      "herausgeber": "Cochrane Database of Systematic Reviews",
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      "typ": "review",
      "url": "https://www.cochrane.org/evidence/CD000247_antibiotics-common-cold-and-acute-purulent-rhinitis",
      "doi": "10.1002/14651858.CD000247.pub4",
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      "name": "Fever in under 5s: assessment and initial management (NG143)",
      "herausgeber": "NICE",
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    {
      "id": "dgkj-elternleitlinie-fieber-2025",
      "name": "Elternleitlinie zum Umgang mit Fieber bei Kindern und Jugendlichen (AWMF 027-074)",
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  "nutzungsbedingungen": "https://eltern-wiki.de/api-doku",
  "hinweis": "Kein Ersatz für ärztliche Beratung. Im Notfall 112, ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117."
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